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PELLETS SELBST HERSTELLEN

Ein Ratgeber zur Orientierung, wie man Pellets zu Hause selbst herstellen kann
Umfassend und erstellt von echten Fachleuten auf dem Gebiet der Ausrüstungen zum Schneiden von Holz

Erschien es bis vor einigen Jahren noch unmöglich oder gar undenkbar, so können heute Pellets praktisch und schnell selbst zu Hause hergestellt werden.

Selbst hergestellte Pellets
Selbst hergestellte Pellets

Bestimmen wir sofort, welches das geeignetste Material ist, um ein gutes Pellet mit hohem Heizwert herzustellen.

Wie kann man Pellets selbst herstellen?

Das Verfahren, um Pellets bequem zu Hause selbst herzustellen ist sehr einfach und besteht aus 3 Stufen:

  1. Schreddern von Ästen und Grünholz
  2. Trocknung
  3. Pelletherstellung

Neben dem Rohmaterial, d.h. Holzabfällen, benötigen Sie eine Reihe von Werkzeugen:

  1. Häcksler
  2. Messgerät für Holztemperatur
  3. Bindemittel
  4. Pelletpresse


    1. Zerkleinerung des Holzes

Sehr oft wird bei der Herstellung von Pellets oberflächlich vorgegangen, denn es wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass von Holz über Papier bis hin zu Sägespänen jedes Material geeignet sein kann: Hauptsache es komprimiert! Dies ist jedoch nur zum Teil zutreffend.

Für gute Pellets, sowohl hinsichtlich der Kompaktheit der Presslinge als auch des Brennwerts, ist es das beste Holzhackschnitzel aus Baumschnittabfällen bzw. jeder Art von Holz zu verwenden.

Pellets, die aus reinen Holzschnitzeln hergestellt werden, haben in der Tat eine bessere Heizleistung als Pellets, die aus Sägemehl hergestellt werden. Außerdem ist es resistenter, da es bei der Lagerung nicht bröckelt. Tatsächlich ist einer der Indikatoren für die Bewertung der Qualität von Pellets, zu prüfen, wie viele Presslinge sofort nach der Herstellung zerbrochen sind. 

Heizleistung der Pellets
Heizleistung der Pellets

Der Abfall von Zweigen und grünem Holz muss mit einem Häcksler zerkleinert und in Holzhackschnitzel mit den Abmessungen von 2-3 cm verarbeitet werden. Das so erhaltene Hackgut ist aber noch nicht geeignet für das Endziel: Es ist zu groß, um von der Pelletpresse verarbeitet werden zu können, und es muss folglich eine zweite Zerkleinerung ausgeführt werden, die die Abmessungen der Hackschnitzel auf etwa 8 mm reduziert. Es muss ein Häcksler ausgewählt werden, der die Möglichkeit bietet, ein Sieb mit Öffnungen in dieser Größe zu montieren.


    2. Auswahl des Häckslers

Auf dem Markt finden Sie verschiedene Typen von Häckslern, die sich hinsichtlich ihrer Versorgung oder der Art der Zerkleinerung des Holzes unterscheiden. Für ein gutes, kompaktes Pellet, das nicht bröckelt, sind kleine, regelmäßige Holzschnitzel, die weniger als 10 mm groß sind, erforderlich. Dafür eignet sich ein Häcksler, der die Montage eines Siebes mit 8 mm großen Öffnungen vorsieht . Mehr als 90 % der auf dem Markt befindlichen Häcksler produzieren Hackschnitzel mit einer Größe zwischen 2 und 3 cm. Zu den wenigen, die für einen professionellen, absolut effizienten Einsatz geeignet sind und Holzhackschnitzels mit den angegebenen Abmessungen herstellen gehören z.B. die Häcksler von AgriEuro, oder Ceccato Olindo.

*Diesbezüglich wird auf den Kaufratgeber für den besten Häcksler verwiesen.

Tipp: Sie haben bereits einen Häcksler, aber er hat keine auswechselbaren Siebe. Keine Sorge, Sie können jederzeit eine Holzhackmaschine kaufen, die die hergestellten Hackschnitzel auf die gewünschte Größe zerkleinert. 


    3. Trocknung

Dieser zweite Arbeitsgang besteht dari, die Hackschnitzel zu trocknen. Auch wenn er in der chronologischen Reihenfolge an zweiter Stelle steht, kann dieser Schritt zwischen dem ersten und zweiten Zerkleinerungsvorgang durchgeführt werden. Zum Trocknen der Hackschnitzel benötigen Sie keine besonderen Hilfsmittel: Lassen Sie sie einfach an einem schönen sonnigen Tag im Freien liegen. 

FEUCHTEMESSGERÄT

Wie kann man feststellen, dass man mit der Pelletherstellung fortfahren kann? Wie kann man den Grad der Feuchtigkeit der Holzhackschnitzel bestimmen? Ganz einfach, ein kleines, aber sehr nützliches Instrument hilft uns dabei: das Hygrometer bzw. Feuchtemessgerät.

Mit dem Feuchtemessgerät können Sie den Feuchtigkeitsgehalt der zu pressenden Biomasse messen. Der zulässige Feuchtigkeitsbereich liegt bei ca. 10-14 % (unabhängig von der Art des Materials und seiner Größe). Wir empfehlen daher eine ständige Kontrolle der Feuchtigkeit, um Pellets mit zufriedenstellenden Eigenschaften herzustellen.


    4. Pellet-Herstellung

Endlich sind wir für die Herstellung unserer Pellets bereit. Dazu benötigen wir eine gute Pelletpresse oder eine Maschine, die durch einen mechanischen Prozess die Hackschnitzel komprimiert.

Man findet im Internet vereinzelt Versuche von selbst hergestellten Maschinen, die zwar als Erfindungen interessant zu sein scheinen, aber einige Faktoren wie Sicherheit, Energieeffizienz und Wartung nicht berücksichtigen. Außerdem, und das muss nochmals ausdrücklich betont werden, hängt die einwandfreie Funktionstüchtigkeit der Maschine auch vom Material ab, das in die Matrize eingeführt wird. Entgegen der allgemein verbreiteten Überzeugung sind feine Sägespäne aus der Fräsmaschine nicht geeignet, ebenso wenig wie lange, dicke und unregelmäßig geformte Späne. 

Das ideale Material ist Hackgut aus Abfällen von Baumschnitt und sauberem Holz.  . Die verschiedenen Holzarten, die in der Natur vorkommen, können hauptsächlich in zwei Hauptkategorien eingeteilt werden: mit und ohne Harz. Die gängigen Holzsorten wie Buche, Birke, Pappel, Steineiche, Eiche haben einen geringen Harzgehalt und können daher mit Holz von nadelförmigen Pflanzen wie Kiefer, Tanne, Zeder, in der Regel in einem Anteil von ca. 40%, integriert werden, um eine perfekte Komprimierung durch die Pelletpresse, bzw. den Austritt von Presslingen mit einer Länge von mindestens 2 cm aus der Matrize zu gewährleisten. Darüber hinaus werden wir, abgesehen von den oben genannten Materialtypen,  ein Bindemittel für alle Holzarten mit geringem Harzgehalt verwenden, die ein Bindemittel zum Verdichten benötigen und das es ermöglicht, die Stundenproduktivität der Pelletpresse zu erhöhen. Obwohl es verschiedene mehr oder weniger natürliche Lösungen gibt, z.B. die Verwendung von Mais oder Trester, empfehlen wir die Verwendung eines speziellen Bindemittels für die Herstellung von Pellets, das in einem Prozentsatz zwischen 0,5 und 2 % zugegeben wird, je nach der Art des verwendeten Holzes.

Tipp: Die Verwendung von ein wenig Bindemittel, auch bei harzhaltigem Holz, kann hilfreich sein, um den Feuchtigkeitsgehalt zu erhöhen. 


    5. Auswahl der Pelletpresse

Der Wunsch, eigenes Pellet herzustellen ist vor allem darauf zurückzuführen, dass man sparen will .

Tipp: Die Verwendung von Sägespänen während der ersten Minuten zwischen den Rollen und der Matrize reduziert das Quietschgeräusch.

Bei der Wahl der Pelletpresse darf das Prinzip der Wirtschaftlichkeit nicht außer Acht gelassen werden. Auf dem Markt gibt es mehrere Pelletpressen, die sich in der Art der Beschickung unterscheiden:

Wir empfehlen für den Hausgebrauch, wenn Sie die Möglichkeit haben, das Stromnetz zu nutzen, elektrische Pelletpressen (einfasig oder dreifasig, je nach der KW-Last im Stromnetz). Ein Elektromotor wird immer niedrigere Betriebskosten haben als Pelletpressen mit Benzinmotor oder Zapfwellenantrieb.

Einphasige Pelletpressen haben eine maximale Leistung von 3 PS mit Stundenleistungen, die je nach Maschinentyp und ausgewähltem Holz zwischen 20 und 60 kg/h schwanken; Daten, die bei Pelletpressen mit dreiphasigen Elektromotoren, die Leistungen zwischen 5 und 120 PS erreichen können, deutlich erhöhen. Tatsächlich variiert die Stundenproduktion zwischen 50 und 90 kg/h bis hin zu über 110 kg pro Stunde bei Motoren mit 10 PS.

Endlich haben wir alles! Sobald die Pelletpresse eingeschaltet ist, ist die Herstellung von Pellets sehr einfach. Seien Sie nicht beunruhigt, wenn die Maschine in den ersten zehn Minuten nichts produziert oder wenn Sie Knirschen oder seltsame Geräusche hören:  Sie haben nichts kaputt gemacht! Die Maschine wird aufgewärmt und muss Zeit haben, die Matrize aufzuwärmen. Um die Geräusche zu reduzieren, verwenden Sie etwas Sägemehl, das Sie zwischen die Rollen und die Matrize legen… in diesem Fall kann das wirklich nützlich sein!

Tipp: In den ersten Minuten kann das Gerät nichts Brauchbares produzieren. Um die Verschwendung von Hackschnitzeln zu vermeiden, schütten Sie diese nicht pur, sondern mit Sägemehl gemischt, hinein.

 Selbst hergestelltes Pellet bringt sicherlich nur Vorteile:

  • Hackschnitzel-Recycling
  • Rücksicht auf die Umwelt
  • Weniger Platzbedarf für Pelletsäcke
  • Kraftstoffeinsparung
  • Kontrolle der Art des Holzes, das zur Herstellung der Pellets verwendet wird.

Comments

  1. Olli E Antworten

    Wow, wusste gar nicht, dass es dann doch so einfach sein kann!

    Vielen Dank für das teilen der Informationen 🙂

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